Der Name „Christusbruderschaft“ bedeutet: Jesus Christus, der Sohn Gottes, wurde Mensch und dadurch unser Bruder; er macht uns zu seinen Schwestern und Brüdern. Der Name „Tertiärgemeinschaft“ leitet sich ab von dem lateinischen Wort für dritter: tertius. Nach den Schwestern und Brüdern der Communität Christusbruderschaft Selbitz (CCB) ist die Tertiärgemeinschaft (TG) der

„Dritte Orden“ um die Kerngruppe der dienenden Schwestern und Brüder, die sich orientierend an den Ordnungen der Bruderschaft für die geistliche Lebendigkeit ihrer Ortsgemeinde einsetzen.


In den Jahren des Zweiten Weltkriegs haben Frauen den seelsorgerlichen und befreienden Dienst der Pfarrfrau Hanna Hümmer in Schwarzenbach an der Saale in Oberfranken erfahren. Nachdem die Communität Christusbruderschaft am 1. Januar 1949 offiziell gegründet worden war, entstand aus ihnen ein Kreis von ersten Tertiärgeschwistern. Mit ihrem Gebet und ihrer materiellen Hilfe trugen sie zur Existenzgrundlage der jungen Christusbruderschaft bei und waren mit ihr als „helfende Mitglieder“ verbunden.

So ist die Tertiärgemeinschaft gleichzeitig mit der Communität entstanden.

Am Anfang sowohl der Communität als auch der Tertiärgemeinschaft stehen grundlegende Verheißungen:
„Ihr seid Hütte Gottes bei den Menschen“ und „Wisset, ihr seid eins“. In den „Konkretionen“, in denen das Selbstverständnis der Tertiärgemeinschaft, ihre Aufgaben und ihre Lebensform näher beschrieben sind, werden diese Verheißungen aufgenommen und konkretisiert.

Die Tertiärgemeinschaft wählt sich für jeweils fünf Jahre eine dreiköpfige Leitung, die gemeinsam mit der Priorin und dem Prior der Communität für die Gemeinschaft Verantwortung übernimmt. Die Gemeinschaft ist in 12 regionale Zellen mit jeweils sieben bis 12 Geschwistern untergliedert. Die über 100 Geschwister der Tertiärgemeinschaft leben vorwiegend im süddeutschen Raum, aber es gibt auch Mitglieder in West-, Nord- und Mitteldeutschland.

Die Communität hat in ihren Gästehäusern eine Fülle von geistlichen Angeboten (Einkehrzeiten, Retraiten, Exerzitien, Seminare).

An ihnen beteiligen sich die Tertiären, indem sie einzelne Angebote mitgestalten.

Die Klausurtreffen in Selbitz sind die Sammlungspunkte der Tertiärgemeinschaft. Sie finden jährlich im Frühjahr drei bis vier Tage und im Herbst vier bis fünf Tage statt. Sie dienen der spirituellen Ausrichtung auf dem gemeinsamen, verbindlichen Weg mit der Communität und der Begegnung mit der Gesamtgemeinschaft der Tertiären.

Zusammen mit der Communität beteiligt sich die Tertiärgemeinschaft am Netzwerk „Miteinander für Europa“, in dem geistliche Gemeinschaften und Bewegungen aus unterschiedlichen Konfessionen (evangelisch, katholisch, anglikanisch, orthodox, freikirchlich) vertreten sind, für eine versöhnte Gemeinschaft unter den Christen eintreten und diese Kraft der Versöhnung in die Gesellschaft einbringen.


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